Zeno (Odovakar)
Inventory no: 10306

Class/status: Ancient Ruler's issue
Denomination: 40 Nummi (Follis)
Date: 476-491 n.Chr.
Mint: Rom

Obverse: IMP ZE[NO] SEMPER AV[G]. Drapierte Panzerbüste des Zeno mit Lorbeerkranz in Brustansicht nach r.
Reverse: INVICT-A - ROMA // Punkt X L Punkt. Victoria schreitet nach r. Sie hält in ihrer r. Hand einen Kranz und mit der l. Hand ein Tropaion über ihre Schulter. Beiderseits S - C.

Freiburg, Seminar für Alte Geschichte der Universität
Accession Zugangsart Kauf

Bronze, 40 Nummi (Follis), 15,64 g, 26-28 mm, 2 h

Vorbesitzer:
Oberbaurat Heinrich Wefels
Dargestellte/r:
Zeno
Münzherr:
Odovacar (476-493)

Publications: RIC X Nr. 3667 (Rom, 476-491 n. Chr.); Corpus Nummorum Italicorum XV (1969) 3 Nr. 8; M. A. Metlich, The Coinage of Ostrogothic Italy. (2004) 47; F. Kraus, Die Münzen Odovacars und des Ostgotenreiches in Italien (1928) 58 Nr. 32.

Web Portals:
http://numismatics.org/ocre/id/ric.10.zeno_w.3667

Bei dieser Münze handelt es sich möglicherwiese um eine pseudoimperiale Prägung. Odoaker begann 476, nach der Absetzung Romulus Augustulus' mit der Prägung größerer Bronzemünzen, den sog. Zeno-folles. Dieser in zwei Emissionen produzierter Typ wurde auf der ersten Emission mit der Jahresangabe IIII auf der Vs. unter der Büste signiert. Bei der zweiten, häufigeren Emission fehlt diese Signatur. Nach Grierson, Kent und Metlich wurde die erste Emission 477 geprägt. Hingegen vermutet Kent (RIC X) eine Prägung gegen Ende der Regierung Zenos und interpretiert die Signatur IIII als Offizinzeichen. M. A. Metlich, The Coinage of Ostrogothic Italy. (2004) 47. Nach F. Kraus weist das SC auf der Münze darauf, dass dieser Münztypus in Rom durch den Senat geprägt wurde. Hiermit wollte, so die These Kraus', Odoaker "dem Senat durch Wiedererweckung des alten Hoheitsrechts eine außerordentliche Ehrung" erweisen. F. Kraus, Die Münzen Odovacars und des Ostgotenreiches in Italien (1928) 46-62; Hier 48.

Photographer Obverse: Johannes Eberhardt
Photographer Reverse: Johannes Eberhardt

Recommended Quotation: Freiburg, Seminar für Alte Geschichte der Universität, 10306

Latest Revision: 18.08.2020